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  Der Brunhildisfelsen

Der Brunhildisfelsen - Ein Ort voller Sagen und Mythen

Der große Quarzitfelsen am nördlichen Rand des Großen Feldbergs ist nicht nur ein schöner Aussichtspunkt und bietet bei schönem Wetter einen wunderbaren Panoramablick, er war auch einst Schauplatz in der Nibelungensage.

Seinen Namen verdankt der Felsen der Brünhild, einer Figur aus der nordischen Nibelungen-Sage, die auch im mittelalterlichen Heldenepos des Nibelungenliedes eine wichtige Rolle spielt.

Der Sage nach soll Brünhild, eine kriegerische Königin aus dem Norden - mehrfach auch als Walküre bezeichnet, auf diesem Felsen umgeben von einer Flammenwand der Waberlohe in einen Zauberschlaf versetzt worden sein.

Der Held aus dem nordischen Sagenkreis und eine der wichtigsten Figuren im „Nibelungenlied” Siegfried (Sigurd in der nordischen Sage) soll sie dann aus ihrem langen Schlaf mit einem Kuss erweckt haben.

Aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind Postkarten erhalten,
auf denen Siegfried und Brünhild am Brunhildisfelsen dargestellt werden.
Postkarte

Postkarte nach einem Originalgemälde von Christian Leopold Bode (1831-1906)

Postkarte2
Postkarte aus der Zwischenkriegszeit 1918-1939


Postkarte3

Postkarte datiert 1932 vom Hotel-Restaurant „Feldberghaus“

Diese Szene kommt auch in Richard Wagners Oper „Siegfried“ vor, die zusammen mit den Opern "Das Rheingold", DIe Walküre" und "Götterdämmerung" das Gesamtwerk "Der Ring des Nibelungen" bildet.

Urkundlich erwähnt wurde der Felsen erstmals in einer Urkunde des Erzbischofs Bardo von Mainz im Jahr 1048. In der Bardo-Urkunde wird das „Bettlein der Brunhilde“ (lectulus Brunhildae) erwähnt.

Der Berg selber wird in der Urkunde als "veltperg" bezeichnet. Ob der Name von dem feldartigen Aussehen der Höhe oder von der „Falte“ zwischen dem Kleinen oder Großen Feldberg abgeleitet wurde, ist nicht bekannt.

Eine andere Sage erzählt, dass Siegfried mit seinem Schwert „Balmung“, das übernatürliche Kräfte hatte, auf diesem Felsen den Drachen erschlagen haben soll und in dessen Blut ein Bad nahm.

Das Blut bildete sich zu einer Hornhaut, die Siegfried unverwundbar machte. Nur eine Stelle zwischen Siegfrieds Schulterblättern, auf der beim Bad im Blut ein Lindenblatt gefallen war, blieb verwundbar. Diese kleine Stelle sollte Siegfried dann auch später in der Nibelungensage zum Verhängnis werden.

Eine Wasserquelle, die einst tief im Gestein ihren Ursprung gehabt haben soll, untermauerte die Sage, da es hieß, man könne das Blut des Drachen noch im Felsen rauschen hören.

Brünhild war es auch, die aus Rache ihren Mann - König Gunther und Hagen von Tronje - ein treuer Ratgeber der Burgunderkönige, auf Siegfried ansetzte um ihn zu ermorden.

Hagen, der von der ahnungslosen Kriemhild - Siegfrieds Ehefrau, dessen verwundbare Stelle erfahren hatte, tötete Siegfried dann bei einem Jagdausflug, als dieser sich durstig an einem Gewässer niederkniete.

Sage, Mythos oder einfach nur ein Platz zum Verweilen,
der Brunhildisfelsen zieht jährlich mehrere tausend
Besucher in seinen Bann.


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